Christin mit Pele

Wir haben mit unserem Rhodesian Ridgeback Pele im April 2011 in jeder Hinsicht unseren Traumhund gefunden, toller Familienhund, sanftes Wesen, selbstbewusst. Aber trotz allem hatten wir natürlich eine Vorstellung davon, wie unser Hund einmal „sein soll“: Temperamentvoll, abenteuerlustig, selbstsicher aber auch ausgeglichen.

 

Dafür muss ich als „Rudelführer“ aber erst einmal lernen, ein verantwortungsbewusster Ridgebackhalter zu werden. Dank der Empfehlung unserer Züchter bin ich dann bei Sylvia Altrogge gelandet. Ab der 12. Lebenswoche ging es also für Pele und mich mit dem Training los. Peles „kneifen“ war für uns in seinen ersten Wochen ein großes Problem. Aber wie konnten wir ihm effektiv klarmachen, dass er nicht beißen darf? Schon nach der ersten Trainingsstunde hatte ich wertvolle Tipps, die ich zu Hause anwenden konnte. Nach rund zwei Tagen war „kneifen“ kein Thema mehr.

 

Auch waren die ersten Wochen zwar sehr schön, aber doch ein wenig durcheinander und etwas hektisch. Nach unserem Wissen aber völlig normal, denn es war ja ein kleiner Welpe bei uns eingezogen.Wir sagten uns: „Klar, will er alles anknabbern.“, „Klar, hat er 20 „dolle fünf Minuten“ am Tag.“ „Klar, er will doch nur spielen, er ist doch noch so klein.“Auch hier wurde ich von Sylvia schnell eines Besseren belehrt. Und nach ein paar aufgestellten Regeln hatten wir ganz schnell unser harmonisches Familienleben wieder und auch Pele war sichtlich zufriedener und entspannter.

 

Nun gehen Pele und ich wöchentlich zum Training und lernen immer eine Menge.Ich lerne ihn zu verstehen, aber auch, wie ich ihm beibringen kann, mich zu „verstehen“.Allgemeines Wissen zur Hundehaltung, Pflege, Futter, Gesundheit etc. wird einfach und klar vermittelt. Aber ganz wichtig finden wir, dass wir immer mit ganz viel Spass bei der Sache sind. Für mich ist es gut zu wissen, immer einen kompetenten Ansprechpartner zu haben. Den haben wir in Sylvia Altrogge auf jeden Fall gefunden.

 

 

ERGÄNZUNG!

 

Seit ca. 6 Monaten gehe ich nun schon mit unserem Rhodesian Ridgeback Pelé zum Hundehaltertraining bei Sylvia Altrogge.Pelé und ich haben eine Menge gelernt und wir sind weiterhin mit Eifer bei der Sache. Seit einiger Zeit jedoch bemerkte ich, dass Pelé allmählich in eine vorpupertäre Phase eintritt und auch ich in manchen Bereichen im Umgang mit dem Hund einiges hatte schleifen lassen. Es lief ja alles so gut, doch das bekam ich zurück!

 

Die letzte Woche war gar nicht lustig. Die Leinenführigkeit war nicht mehr gut, er wollte gern vorlaufen und wenn ich versuchte, dies zu unterbinden, wollte er mir zeigen, wer der Stärkere war. Bei einem gemeinsamen Spaziergang mit Freunden zog er plötzlich so, das ich ausrutschte und mir das Knie aufschlug! Gar nicht schön. Es war also ein Gezerre und Geziehe, der totale Stress für mich und natürlich auch für Pelé. Er lief unruhig, immer auf der Suche, die Ohren und die Rute weit zum Himmel gehoben. Auch im Alltag zu Hause hatten sich Fehler in meiner Führung eingeschlichen. Kurz gesagt: Er war total verunsichert und gestresst!

 

Das Gruppentraining ist wirklich eine prima Sache. Wir lernen das Konditionieren von Kommandos unter oft großer Ablenkung, das Verhalten mit dem Hund in einer Gruppe anderer Hunde und man kann ganz einfach viele Situationen aus dem Alltag simulieren. Außerdem verstehen wir uns alle wirklich gut und haben immer eine Menge Spaß. Aber ich persönlich neige auch von Zeit zu Zeit dazu, mich mit den Teilnehmern zu vergleichen. Wie gehen die anderen Hundehalter mit ihren Hunden um, wie reagieren deren Hunde, sind andere Hunde gehorsamer als meiner?

Zudem kommt, dass Pelé unser erster Hund ist und ich als Rudelführer eher unerfahren und daher wahrscheinlich auch unsicherer bin. „Das kommt natürlich beim Hund an“ um Sylvia einmal zu zitieren. Also entschied ich mich, hin und wieder eine Einzelstunde zu nehmen.

 

In dieser Stunde ist es natürlich von Vorteil, dass man sich ausschließlich auf sich selbst und seinen Hund konzentrieren kann.  Die Probleme können gezielter angegangen werden. Sylvia fragt genau nach, was man üben möchte oder wo eventuelle Schwierigkeiten liegen. Auch sie kann intensiver auf uns achten und bei Fehlern sofort Tipps geben. Gestern hatte ich wieder eine solche Einzelstunde. Wir haben ganz gezielt die Leinenführigkeit trainiert, geschaut was man besser machen kann und wann und wo die Kommunikation zwischen mir und Pelé nicht stimmt. Ich wurde wieder daran erinnert, auf meine Haltung und meinen Hund zu achten.

 

Unsere erste Runde am heutigen Morgen war wieder sehr entspannt, wir sind eine Stunde ganz locker gelaufen. Jetzt freue ich mich wieder auf unser Gruppentraining am Samstag, welches für mich und Pelé genau so wichtig ist, wie das Einzeltraining. Ganz ehrlich, ich habe nicht im Traum daran gedacht, dass es so schwierig ist, ein verantwortungsbewusster Hundehalter zu werden und wir haben beide noch unendlich viel zu lernen, aber wir sind auf dem richtigen Weg.